Von Penetranz, Überraschungen und Weblogs - im Schweinsgalopp durch's letzte Jahr

Jahresrückblicke fühlen sich immer ein bisschen komisch an. Zwischen zwei imaginären Zeitschranken sollen Ereignisse gewichtet, verglichen und zusammengefasst werden, die aus einer fließenden Entwicklung heraus entstanden und miteinander meist gar nicht in Korrespondenz stehen. Noch merkwürdiger wird diese Tradition durch das Bestreben vieler Medien, schon im Dezember oder gar November das Jahr beurteilen zu wollen. Ein Grund für uns Macher des Robotnik-Magazins, uns besonders viel Zeit zu lassen, um unsere Beobachtungen erst abschliessen und verdauen zu können, bevor wir sie aufschreiben.

Was war nun besonders auffällig im Musikjahr 2005?

Zunächst ist es der Industrie natürlich einmal wieder gelungen, ihren Kunden den Spaß an der Musik zu nehmen. Freute man sich im Vorjahr noch über die neu gewonnene Popularität deutscher Bands wie Klee, Mediengruppe Telekommander und (vor dem großen Hype) Wir sind Helden, bekam man nur wenige Monate später auf den kleinsten gemeinsamen Nenner formatierte Klone wie Silbermond, Juli und Christina Stürmer massenhaft um die Ohren gehauen.

Auch das anfangs frische und energetische New Wave-Revival mit Bands wie Franz Ferdinand wurde binnen kürzester Zeit von all den Bloc Partys, Kaiser Chiefs, Hot Hot Heats, Arcade Fires, Art Bruts, Hard-Fis und Maximo Parks via Penetranz in Grund und Boden gedudelt.

Aber es gab auch Überraschungen: Alte Recken wie Pink Turns Blue riefen in Erinnerung, dass Gothic einmal etwas mit Gefühlen und Atmosphäre zu tun hatte. Gustav zeigte, dass Electronica auch poppig, hintergündig und unterhaltsam sein kann. Und Rotersand bewiesen mit ihrer musikalischen Herangehensweise, dass Futurepop nicht per se ein Auslaufmodell ist.

Dagegen enttäuschten Hoffnungsträger wie Daft Punk, New Order, Nine Inch Nails und Goldfrapp mit mittelmäßigen Veröffentlichungen, die den selbst gesetzten Standards nicht mehr gerecht werden konnten.

Der Trend des Jahres kam indes nicht aus der Musikszene, sondern aus den Tiefen des Internet. Weblogs erlangten endlich die ihnen gebührende Aufmerksamkeit. Die ideale Plattform für schnelle Gedanken, Kuriositäten, Beobachtungen, Befindlichkeiten und Gesellschaftskritik - kurz: der verlängerte Stammtisch oder auch der Kunstsnack für zwischendurch - entwickelte sich zu einem nachhaltigen, wirklich demokratischen Kulturphänomen. Von den Möglichkeiten und der Schnelligkeit des Mediums fasziniert, eröffnete auch ich auf diesen Seiten mein Blog namens "einheitsschrift".

Das Schreiben für Robotnik kam dabei fast ein wenig zu kurz. Doch es nahte Abhilfe durch unseren "Neuen", den Christian. Er erweiterte dieses Magazin um neue Musikfarben und sorgte mit seiner leidenschaftlichen Schreibe aus dem Stand heraus für so manch erfrischende Diskussion. Seiner Entdeckerfreude und seiner eher weniger elektronischen musikalischen Sozialisation verdanke auch ich so manche Horizonterweiterung. Nicht nur in Bezug auf die fruchtbare Zusammenarbeit, sondern auch menschlich ein Glücksgriff!

Nicht zu vergessen ist natürlich meine nochmals verstärkte Zusammenarbeit mit Kontrast, die in einer entspannten Kreativ-Woche in einem eigens angemieteten Ferienhaus an der Nordsee gipfelte. Der Abstand vom Alltag, die Ruhe und die gemeinsame Zeit waren für alle Beteiligten enorm inspirierend. Wir hoffen, Euch die vielen dort entwickelten Ideen noch in diesem Jahr auf einem neuen Album präsentieren zu können. Momentan arbeiten wir gemeinsam daran, all die Skizzen und Entwürfe standesgemäß auszuformulieren.

Es bleibt also spannend, auch im Jahr 2006!

Die 10 besten Alben - der Countdown

Brian Eno: "Another Day On Earth" CD
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#10

Ich war schon immer ein Fan des Ambient-Großmeisters. Mit seinen Vocal-Platten konnte ich mich aber nie anfreunden. Auf "Another Day On Earth" gelingt Eno die Zusammenführung von Ambient und Pop und ... Gesang. Enthält mit dem Opener "This" auch noch einen der schönsten Tracks des Jahres.

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The Knife: "Deep Cuts" CD
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#9

Retro-Electro und schräge Texte. ("I keep my dick hanging out of my pants - so I can point out what I want ...") Dazu die unnachahmliche, quengelige Stimme von Karin Dreijer. Hach!  Lexis kompletter Kommentar

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Depeche Mode: "Playing The Angel" CD
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#8

Das erste richtige Band-Album von Depeche Mode. Endlich machen sie Musik aus einem inneren Selbstverständnis heraus und kämpfen nicht mehr gegeneinander, gegen sich selbst und gegen ihr Image.  Robertos kompletter Kommentar

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Kraftwerk: "Minimum - Maximum" DoCD
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#7

Naja, ich bin halt Fan. Als solcher muss ich auch die neuen Live-Versionen ihrer Klassiker im CD-Regal haben.

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Rotersand: "Welcome To Goodbye" CD
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#6

Wow! Die Überraschung des Jahres: VNV Nation meets Underworld. Futurepop, der durch seine musikalische Herangehensweise besticht und von einem Techno-DJ produziert das Haus rockt.  Das komplette Duell: Christian vs. Lexi

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Pink Turns Blue: "Phoenix" CD
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#5

Die alten Helden melden sich zurück mit einer der kraftvollsten, emotionalsten und atmosphärisch dichtesten Platten des Jahres. Ich wusste gar nicht mehr, das Gothicrock so etwas noch kann.

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Gustav: "Rettet die Wale" CD
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#4

Artifizielle Electronica mit jeder Menge Pop-Appeal und die cleversten Texte 2005. Gustav ist Eva Jantschitsch ... und einfach nur erfrischend.  Lexis kompletter Kommentar

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Antony And The Johnsons: "I Am A Bird Now" CD
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#3

Dieser Mann macht da weiter, wo Marc Almond und Brian Ferry mit ihren Ausflügen in die hohe Kunst straucheln, denn er setzt Emotionen gegen die Kopflastigkeit. Antonys Falsettstimme läuft mit ihren ausufernden Phrasierungen nie ins Leere, sondern trifft ins Herz.  Lexis kompletter Kommentar

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Coldplay: "X & Y" CD
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#2

Best Of Pop! Coldplay vereinen auf diesem Album alles, was uns in den 80ern und 90ern bewegt hat. Diese Platte ist ein Fest für alles Sinne.  Das komplette Duell: Christian vs. Roberto vs. Lexi

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Kate Bush: "Aerial" DoCD
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#1

Wie lange musste ich auf einen würdigen Nachfolger zu Kate Bushs Meilenstein "Hounds Of Love" warten? Diese Frau macht Musik und Kunst ohne Kompromisse und in absoluter Perfektion. "Aerial" ist Musik, wie es sie eigentlich gar nicht mehr gibt. Diese Erkenntnis schmerzt, aber das Album macht überglücklich.  Lexis kompletter Kommentar

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Die 10 besten Singles (ohne Wertung, in alphabetischer Reihenfolge)

Blues Explosion: "Mars, Arizona (DFA Remix)"
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B

Eigentlich heißt die Single ja "Crunchy". Um dieses Song geht es aber nicht, sondern um den monströsen DFA-Remix von "Mars, Arizona". Brachialer Bass- und Klaviergroove mit ekstatischem Schreigesang verbindet sich mit dreckigen Anleihen an Kraftwerks "Autobahn" zu zwingendem Elektrorock. Ein langer Satz zu einem langen Track.

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Depeche Mode: "Precious" MCD
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D

Das nennt man wohl einen Schleicher. Klingt am Anfang sehr unspektakulär, entpuppt sich aber bald als DER perfekte Popsong. (Nach "Enjoy The Silence" schon der zweite in der Geschichte von DM!)

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Andreas Dorau: "Kein Liebeslied" MCD
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D

Dorau klingt nett und naiv, seine Texte sind jedoch oft ernster als man denkt. Bestes Beispiel ist diese Single im trendy Schlagergewand: "Dies ist kein Liebeslied - denn das ist leider nicht mein Fachgebiet ..."

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Fettes Brot feat. Finkenauer: "An Tagen wie diesen" MCD
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F

Kaum eine Single hat mich im letzten Jahr so bewegt wie diese. Siehe die letzte Strophe mit den eigenen Kindern! Nur die Brote dürfen so pathetisch sein. Ich nehme ihnen jedes Wort ab.

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Jeans Team: "Oh Bauer" MCD
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J

"Wenn du fegst, musst du dir vorstellen können, wo der Dreck liegt!" Clubtauglicher Minimal-Electro mit großartigem Text. Am besten im "Christopher Just Acid Mix".

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The Knife: "Pass This On" MCD
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K

80er Retro-Disco mit - ja wirklich - karibischen Steeldrums. Dazu die unwiderstehliche Stimme der Karin Dreijer.

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Kylie: "I Believe In You" MCD
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K

Disco im Pop-Pelz. Verführerisch gesungen von sexy Kylie und unfassbar elegant in Szene gesetzt von den Scissor Sisters.

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Mylo: "Drop The Pressure" MCD
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M

Wenn Daft Punk schon enttäuschen, dann muss eben Mylo ran. Ein sehr simples, aber ungemein effektives Stück Filterhouse. Keine andere Single habe ich dieses Jahr so oft mehrmals hintereinander gehört wie diese.

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Röyksopp feat. Karin Dreijer: "What Else Is There" MCD
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R

Erwähnte ich schon, dass ich Karin Dreijer von The Knife verfallen bin? Ihr quengeliger Gesang veredelt auch diese ohnehin schon schwer attraktive und schwülstige 80er-Hommage. Echt himmlisch!

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Farin Urlaub: "Dusche" MCD
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U

Der Wahnsinn schlechthin. Fängt an mit Metallgepelze wie Neubautens "Yü Gung (Fütter mein Ego)" und endet mit einem Streichquartett. Zwischendurch rockt und popt es wie Sau. Über die grandiosen Texte vom Urlaub-Arzt braucht man eh nicht mehr zu diskutieren ...

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Die Sonderpreise

MeshUps des Jahres
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Madonna: "Hung Up" (vom Album "Confessions On A Dancefloor")

Wer ABBA - den Göttern des Pop - Referenz erweist, kann nichts falsch machen.

Lee Buddah: "Andy" (vom Album "Frühjahrschronik")

Was für eine behutsame Adaption von Curtis Mayfields "Move On Up" ... Groß!

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Enttäuschungen des Jahres
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Daft Punk: "Human After All"

Die Innovatoren der elektronischen Clubmusik treten auf der Stelle und fangen an zu nerven.

New Order: "Waiting For The Siren's Call"

Und alle warteten vergebens. Das war wohl nix! Wo sind sie nur hin, die knalligen Drums, die sehnsuchtsvollen Basslinien und der herzerweichende Gesang? Schadeschadeschade.

Nine Inch Nails: "With Teeth"

Der Albumtitel kann nur ironisch gemeint sein. Trent Reznor ist clean und somit auch seine Musik. Keine Wut mehr im Bauch und schon mäandert die Musik höhepunktlos zwischen den Lautsprechern hin und her.

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Opportunisten des Jahres
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Apoptygma Berzerk (Beweisstück: "You And Me Against The World")

Man drücke einer mittelmäßig erfolgreichen Futurepop-Band Gitarren in die Hand und schminke ihren vokalistisch schwachen Sänger zum Teenieschwarm. Danach koste man den kurzfristigen Erfolg möglichst schnell aus. Er wird nicht von Dauer sein. Denn merke: Placebo und The Rasmus gibt's schon. Und die sind im Gegensatz zu Stefan Groth authentisch und handwerklich begabter.

Moby (Beweisstück: "Hotel")

Klar, "Why Does My Heart Feel So Bad?" war toll. Aber muss man nach diesem Muster 3 totlangweilige Alben inclusive tausender limited Editions und B-Seiten stricken? "Hotel" ist unerträglicher Weichspüler, der selbst als Fahrstuhlmusik nerven würde. Zudem enthält es die schlechteste New Order-Coverversion aller Zeiten. Mensch Moby, du warst mal Techno. Und du warst mal Punk!

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Konzerte des Jahres
Konzertkarte
Deine Lakaien:
The ticket that never crinkled before

Dead Can Dance (26.03.2005, Philharmonie Köln)

Eine absolute Ausnahmeband - ohne Frage. Ich war dankbar, dass ich sie sehen durfte. Leider hatte dieses Reunion-Konzert aber einen kleinen Beigeschmack.

That Spring-Festival (03. + 04.06.2005 + 04.11.2005, Bike Inn + Baracke Magdeburg)

Das Herzblutfestival mit Familienatmosphäre in der 5. und 6. Runde. Dieses mal zogen vor allem Murder At The Registry, The Cold und Lore Of Asmoday mit ihren atmosphärisch dichten Shows in den Bann.

Antony And The Johnsons (19.06.2005, Volksbühne Berlin)

Dieser Mann beeindruckt nicht nur auf Platte mit seiner Falsettstimme. Zusammen mit seiner wundervollen Band verzauberte er den ganzen Saal. Seine entrückten Songs wusste er mit humorvollen Zwischenansagen aufzulockern. Er schaffte es sogar, das Berliner Publikum zu einem Mitsumm-Chor zu animieren, über den er dann seine Improvisationen sang. Unvergesslich!

Kirlian Camera + Siderartica (24.06.2005, Stadthalle Berga)

Das Konzert ohne Ende. Zugabe um Zugabe musste gespielt werden, keiner wollte die Band gehen lassen. Dieser Abend hatte Magie. Mit einem stimmungsvollen WarmUp von Final Selection.

Deine Lakaien (12.08.2005, Capitol Hannover)

"The concert that never happened before" - ein ganz besonderes Ereignis. Kostenlos und nur für Fans. Ernst Horn und Alexander Veljanov als Elektronik-Duo wie zu ihren Anfängen vor 20 Jahren. Ich hätte nie zu hoffen gewagt, dass ich all die alten Songs (auch die kompromisslosen Kunstwerke vom 1987er "Silvertape"!) einmal in ihrer ursprünglichen Fassung live erleben dürfte.

Lee Buddah (23.12.2005, Mikrokosmos Magdeburg)

Ich mochte seine Musik und seine Texte schon seit "Manchmal ist sie seltsam" (1997). Seit seinem gewitzten zweiten Album "Primat Midi" (2000) wollte ich ihn unbedingt einmal live sehen. Einen Tag vor Weihnachten hat es endlich geklappt und es sollte ein Konzert mit Überraschungen werden: Denn zusammen mit seiner formidablen Akustikband spulte er nicht einfach seine Songs runter, sondern verwob sie mit allerlei Zitaten von Curtis Mayfield über Ulla Meinecke bis hin zu Technotronic und Kraftwerk! Einfach grandios.

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Filme des Jahres
Filmplakat

Charlie und die Schokoladenfabrik

Ein überdrehtes, makabres Märchen für Erwachsene in traumhaft fantasievollen Kulissen und mit einer umwerfenden Performance von Johnny Depp und Freddie Highmoore ("Wenn Träume fliegen lernen"). Der beste Film seit "Edward mit den Scherenhänden"!

Tim Burton's: Corpse Bride

Noch einmal das gottgleiche Traumpaar Tim Burton und Johnny Depp. Diesmal als Regisseur und Puppe! Ein Animationsfilm, der genau da ansetzt, wo "Nightmare Before Christmas" aufgehört hat. Noch besser, noch schräger, noch perfekter.

Napola - Elite für den Führer

Das tief berührende Portrait einer Jugendfreundschaft in einer Elite-Erziehungsanstalt des 3. Reiches. Mit dem unglaublich beeindruckenden Tom Schilling ("Verschwende Deine Jugend") als sensibler Gauleiter-Sohn Albrecht. Extrem emotional.

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Was meint Christian?

Was meint Roberto?

Wer ist Lexi?

 

Anderer Leute Wertungen:

2005 Soundtracks: Der Jahresrückblick

3 Kommentare

Nebelgeist sagte am 19.02.2006 um 21:11 Uhr:

2005 Soundtracks

Christian, ich bin stolz auf Dich! ;)

Grandiose Musik, so ungefähr sah mein Jahresrückblick auch aus...nur mit ein bissl mehr Manuela dabei ;)

10 von 10 Sternen

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Christian sagte am 21.02.2006 um 20:42 Uhr:

2005 Soundtracks

Nebelgeist...
...vielen Dank. So viel Lob von Dir hat mich doch ein wenig verlegen gemacht. Manuela - wenn Du die meinst, die ich jetzt meine, fand ich auch nicht so schlecht. Da haben sich Fettes Brot was getraut und das ging ins Ohr. Mich berührte dann "An Tagen wie diesen" aber doch mehr.
Wir sehen uns in Bitterfeld!

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Nebelgeist sagte am 23.02.2006 um 14:37 Uhr:

2005 Soundtracks

Nein, nein...nciht "Emanuela", sondern die Schlagerhippe aus den 60s, "Schuld- war - nur- der - Bossa-Nova- Manuela" ;)

10 von 10 Sternen

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